Die Kreisstadt Mettmann pflegt sowohl nationale als auch internationale Beziehungen zu insgesamt fünf Partnerstädten und Deutschland und dem europäischen Ausland. Außerdem besteht eine besondere Verbindung zum Fernmedlebattalion 820 in Düsseldorf-Hubbelrath.
Die längste Verbindung besteht zwischen Mettmann und dem französischen "Laval". Der "Lavalplatz" findet hier seine namensgebende Stadt. Aber auch die Beziehungen zum polnischen Znin, zum sächsischen Makranstädt, zum bosnischen Gorazde und dem Kreis Angerapp werden stetig gepflegt.
Mit Laval, der Hauptstadt des Departments Mayenne, verbindet die Kreisstadt Mettmann seit dem Jahre 1974 partnerschaftliche Verbindungen.
Laval, eine bedeutende Stadt der ehemaligen Provinz Maine, ist um den Fluss Mayenne herum und entlang ihrer großen Verkehrsachsen entstanden. Die befestigte Stadt am rechten Flussufer war damals noch nicht sehr ausgedehnt, und an ihrem Rand befand sich die Tuchindustrie, Ursprung des Wohlstands der Stadt. Erst im 19. Jahrhundert entwickelt sich das linke Flussufer mit zahlreichen neuen Gebäuden aus Kalktuffstein. Diesen bemerkenswerten, heute restaurierten Baudenkmälern verdankte Laval die Auszeichnung "Stadt der Künste und der Geschichte" im Jahre 1993.
Sehr bedeutend ist das im 11. Jahrhundert von Guy I. gegründete Schloss. Seine Verteidigungsanlagen sind noch im ursprünglichen Zustand erhalten geblieben: runder Bergfried, Festungsmauer, Dachstuhl mit Verteidigungsanlagen aus Holz. Seit 1966 ist dort das Museum naiver Malerei untergebracht ( französische, brasilianische, jugoslawische Sammlungen etc.), das erste seiner Art in Europa.
Darüber hinaus prägen mehrere architektonisch wertvolle Kirchen sowie die alte Brücke über die Mayenne das Stadtbild.
Seit nahezu 14 Jahren gehören die Soldaten des Femmeldebataillons 820 aus der "Bergischen Kaserne" in Düsseldorf-Hubbelrath in der Kreisstadt Mettmann bei vielen Anlässen "einfach dazu". Von beiden Teilen wird die am 05. Mai 1984 begründete Patenschaft ernsthaft und herzlich angenommen. Die Erwartung, ein Zeichen für das selbstverständliche Miteinander von Bürgerinnen und Bürgern und Bundeswehr zu setzen, ist erfüllt worden. Hierzu hat das stets vorbildliche Auftreten der Soldaten besonders beigetragen.
Zahlreiche Hilfeleistungen, viele gemeinsame Aktivitäten, Eigeninitiativen und Veranstaltungen lassen mit Zufriedenheit und auch gewissem Stolz auf diese Patenschaft blicken. Seien es nun die Versorgung von Asylbewerbern in der Stadt, die Spenden zur Linderung von ganz persönlichen Notlagen, die alljährliche Sammlung zur Pflege der deutschen Kriegsgräber oder die Partnerschaften der einzelnen Kompanien zu den beiden Mettmanner Schützenvereinen Bürger-Schützen-Verein 16 1 0 e.V. Mettmann und der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft 1103 e.V. Mettmann.
Der Aufbau des Bataillons begann mit der Aufstellung eines Vorauskommandos für das Fernmeldeverbindungsbataillon 762 am 01. September 1966, am 16.10.1996 erfolgte die Umbenennung und die Umgliederung in das Fernmeldeverbindungsbataillon 794. Am 07.06.1967 wurde Düsseldorf wieder Garnison, das Bataillon zog in die Hubbelrather Kaserne ein.
Am 01.10.1970 wurde das Fernmeldeverbindungsbataillon 794 ungegliedert und in "mittleres Fernmeldeverbindungsbataillon 820" umbenannt. Ab dem 01.10.1979 erhielt das Bataillon eine neue Gliederung im Rahmen der Strukturreforrn der Heeresstruktur 4. Das mittlere Fernmeldebataillon 820 wurde in "Fernmeldebataillon 820" umbenannt. Diesen Namen führte es bis zum 01.04.1993. Ab 01.04.1993 gilt der Name "Stabs- und Fernmeldebataillon 820", seit dem 01.04.1994 ist es "Krisenreaktionsbataillon". Im Rahmen dieser Aufgabe ist auch der Einsatz im ehemaligen Jugoslawien besonders zu erwähnen.
Die Kreisstadt Mettmann und die Gemeinde Znin haben über den im Jahr 1991 begonnenen Jugendaustausch erste Kontakte geknüpft. In der Ratssitzung am 24. Juni 1997 wurde einstimmig beschlossenen, dass die beiden Städte einen gegenseitigen Freundschaftsvertrag abschließen. Zu diesem Zweck besuchte in der Zeit vom 17. Bis. 20. Juli 1997 eine Mettmanner Delegation, bestehend aus Vertretern von Rat und Verwaltung, die Gemeinde Znin. Am 18. Juli 1997 wurde durch den Bürgermeister der Stadt Znin, Herrn Leszek Jakubowski und dem damaligen Bürgermeister der Stadt Mettmann, Herrn Ottokar Iven, die Vereinbarung zur Zusammenarbeit unterschrieben.
In dem feierlichen Akt nahmen außer der Mettmanner Delegation auch Vertreter von Rat und Verwaltung der Stadt Znin, sowie die ersten Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Jugendaustausches teil. Ziel der Vereinbarung ist es, die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wirtschaft, der Kultur, des Tourismus und des Umweltschutzes zu vertiefen.
Durch weitere Begegnungen, insbesondere beim Jugendaustausch, soll die Verständigung beider Länder gefördert werden. Zum Mettmanner Blotschenmarkt Anfang Dezember 1997 konnte Bürgermeister Ottokar Iven eine Delegation der Stadt Znin in Mettmann begrüßen.
2003, 2004 und 2005 wurden die Kontakte intensiviert. Insbesondere im Zusammenhang mit dem 1100jährigen Stadtjubiläum beteiligte sich das Gesang- und Tanzensemble "Paluki" - ein Ensemble aus 28 Mädchen und Jungen und einer 4köpfigen Kapelle - am 11.07.2004 am Historischen Festumzug. Zum Gegenbesuch fuhr das Bläserensemble der Städt. Musikschule Mettmann vom 26.-29.08.2005 unter der Leitung von Peter Mokroß nach Znin und gestaltete das kulturelle Rahmenprogramm anläßlich einer internationalen Begegnung mit.
Angerapp- jetzt "Ozersk" - Regierungsbezirk Gumbinnen - im Nordosten Ostpreußens, hieß bis 1938 Darkehmen. Dies war gleichzeitig auch der Name der Kreisstadt bis zur Umbenennung nach dem gleichnamigen Fluss Angerapp.
Der Landkreis Angerapp gehörte zu den ersten ostpreußischen Kreisen, in die 1944 Sowjettruppen eindrangen.
Schon im Oktober 1944 war das östliche Kreisgebiet von der Zivilbevölkerung geräumt worden. Ende Januar 1945 war der gesamte Kreis in sowjetischer Hand. Die Überlebenden wurden in alle Winde zerstreut. 1947 begannen einige Angerapper nach dem Verbleib von Landsleuten zu forschen und erste Daten zu sammeln.
Am 03. Oktober 1948 schlossen sich ostpreußische Gruppen in Hamburg zusammen und riefen die Landsmannschaft Ostpreußen ins Leben.
Die Landsmannschaft bemühte sich, im Westen Deutschlands Patenschaften für die ostpreußischen Städte zu finden.
Als im Jahre 1954, im Zeichen der Vorbereitung zur Begehung der 1050-Jahr-Feier unserer Stadt der Gedanke aufkam, eine Patenschaft über einen ostdeutschen Kreis bzw. Stadt oder Gemeinde zu übernehmen, wurde in enger Zusammenarbeit mit dem "Bund vertriebener Deutscher" - Ortsverein Mettmann - beraten, unter welchen Voraussetzungen eine Patenschaftsübernahme verwirklicht werden kann.
Am 27. Juni 1954, im Jahre der 1050-Jahr-Feier, beschloss der Rat der Kreisstadt Mettmann einstimmig, die Patenschaft über die Stadt Angerapp zu übernehmen. Im Rahmen der Jubiläumsfeier am 18. September 1954 übergab der Bürgermeister Rosendahl dem damaligen Kreisvertreter Wilhelm Haegert die Patenschaftsurkunde. Am 30.11.1955 beschloss der Rat der Kreisstadt Mettmann, die Patenschaft auch auf den Kreis Angerapp auszudehnen.
Die Kreisstadt Mettmann wurde zum Treffpunkt für die ehemaligen Bewohner von Stadt und Kreis Angerapp. Im 2-Jahres-Rhythmus, an einem Wochenende im Mai, wird die Feier der Patenschaft mit dem Jahreshaupttreffen der Angerapper verbunden. Zu diesem Treffen kommen sie aus aller Welt zusammen, um Erinnerungen an die geliebte Heimat zu pflegen.
Ende der 60-er und Anfang der 70-er Jahre wurden durch die Anwerbung von Arbeitnehmern durch die Firma Georg Fischer die ersten Kontakte mit der Stadt Gorazde geknüpft. Mitte der 80-er Jahre wurden Die Kontakte verstärkt, so dass 1988 der "Freundschaftsverein Mettmann-Gorazde e.V." gegründet wurde. Seit dem 22.08.1998 verbindet die Stadt Mettmann mit der Stadt Gorazde ein formeller Freundschaftsvertrag.
Intensive Kontakte erfolgten bisher im wesentlichen auf der humanitären und kulturellen Ebene. So wurden mit wesentlicher Hilfe des Freundschaftsvereins Paten für Waisenkinder aus Gorazde gefunden, ein Jugendinternetcafé gegründet, ausgestattet mit Computern; Fußballmannschaften in Gorazde erhielten Trikots und Fußbälle. Die Reinerlöse der Benefizkonzerte der Musikerinitiative Rock ME gingen ebenfalls nach Gorazde. Aus städtischer Sicht sind die Aktivitäten des Fachkräfteaustausches für Erzieherinnen aus Gorazde zwecks Fortbildung in Mettmann zu erwähnen. Auf Initiative des Freundschaftsvereins beteiligte sich das "Folklore-Ensemble aus Vitkovic" am Historischen Festumzug am 11.07.2004 zum 1100jährigen Stadtjubiläum in Mettmann und gestaltete am 10.07.2004 gemeinsam mit anderen internationalen Gruppen einen Freundschaftsabend in der Neandertalhalle.
Freundschaftlich verbunden ist Mettmann seit 11.9.1990/18.9.1990 mit der Stadt Markranstädt im Bundesland Sachsen. Mit der Urkunde über die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen beiden Städten durch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Markranstädt und des Rates der Kreisstadt Mettmann wurde die gegenseitige Aufnahme freundschaftlicher Beziehungen bestätigt, die sich durch Begegnungen der Bürgerinnen und Bürger auf allen gemeindlichen Gebieten mit Leben erfüllen und das Verständnis füreinander vertiefen.
Aus der engagierten Unterstützung Mettmanns auf der Verwaltungsebene, insbesondere in den ersten Jahren nach der Wende, sind persönliche, freundschaftliche Kontakte zwischen Vereinen, Institutionen, Parteien und vor allem auch der Menschen entstanden. Hier sei nur an die hervorragende Beteiligung anlässlich des historischen Festumzuges zum 1100jährigen Stadtjubiläum im Jahre 2004 auf Mettmanns Straßen erinnert, u.a. mit dem Spielmannszug Markranstädt 1949 e.V., der Feuerwehr Markranstädt, dem Markranstädter Kinderfestverein e.V.
„Ich taufe Dich auf den Namen „Mettmann“ und wünsche Dir allzeit guten Start und glückliche Landung“ – mit diesen Worten goss Monika Nowodworski, Ehefrau des Bürgermeisters der Kreisstadt Mettmann, den Inhalt einer Flasche Sekt über die schneeweiße Nase des nagelneuen Jets. Anschließend legte Bürgermeister Bodo Nowodworski selbst Hand an und enthüllte die am Rumpf der Maschine aufgebrachten Schriftzüge des Namens der Kreisstadt.
Zahlreiche Vertreter der Deutschen Lufthansa – an ihrer Spitze Klaus Froese, Mitglied der Geschäftsführung von Lufthansa CityLine und Burkhard Feuge, Leiter der Lufthansa Station München; Peter Trautmann, als Geschäftsführer Verkehr und Technik der Flughafen München GmbH sowie die Crew des Fliegers sahen der Zeremonie gespannt zu. Auch die auf Einladung der Deutschen Lufthansa angereiste achtzehnköpfige Delegation aus Mettmann mit Vertretern aus Rat, Verwaltung, Wirtschaft und Presse wohnten der Taufe und der nachfolgenden Unterzeichnung der Taufurkunden bei.
Quelle: Stadtverwaltung Mettmann