CDU diskutiert im Evangelischen Krankenhaus

Präimplantationsdiagnostik

Beim Thema Präimplantationsdiagnostik (PID) gehen die Meinungen auseinander: Daran änderte sich auch nach der kontroversen und emotionalen Diskussion dieser Methode der Reproduktionsmedizin mit der Bundestagsabgeordneten Michaela Noll und dem Gynäkologen Dr. Gerald Bürkle nichts. Auch Moderator Christian Caspar konnte kein anderes Fazit ziehen. Bei der Veranstaltung, zu der die CDU Mettmann in das Evangelische Krankenhaus eingeladen hatte, gab es reichlich Pro und Contra: Soll PID vollständig verboten oder in engen Grenzen zugelassen werden?

 

Für Michaela Noll ist ganz klar: PID muss strikt verboten werden. Mit einer Zulassung – auch in engen Grenzen – würde eine Tür geöffnet, bei der man nicht wisse, was sich dahinter verberge. „Lässt man PID zu, erscheint es auch denkbar, künftig genetisch vorteilhafte von weniger vorteilhaften Embryonen zu selektieren“ erläuterte Noll ihre Position. Sie ist sich sicher, dass schon bei der Verschmelzung von Ei und Samenzelle menschliches Leben entsteht. Dieses Leben nach einer genetischen Analyse wieder zu zerstören, hält die Abgeordnete für ethisch unvertretbar. Mit dieser Ansicht ist sie nicht alleine. Besonders führende Vertreter der Kirchen und auch viele Bundestagsabgeordnete haben sich bereits für ein vollständiges Verbot der PID ausgesprochen.

 

Dr. Gerald Bürkle plädierte hingegen für eine Zulassung präimplantationsdiagnostischer Verfahren in sehr engen Grenzen. „So könnten wir verhindern, dass Müttern Embryonen mit schwersten genetischen Schäden implantiert werden“, meinte der Chefarzt.

 

Das Publikum bildete sich eine eigene Meinung. Viele hatten bereits die PID-Debatte im Deutschen Bundestag verfolgt, wo insgesamt drei unterschiedliche Gesetzesentwürfe beraten werden. Die Besucher sprachen sich teilweise auch für den Vorschlag des CDU-Politikers Peter Hintze aus, der PID nur in sehr engen Grenzen zulassen will, um schwerste genetische Schäden bei Embryonen vor der Implantation zu entdecken. Ob dieser Vorschlag, ein vollständiges Verbot oder eine erhebliche liberalere Regelung verabschiedet wird, werden die kommenden Debatten im Deutschen Bundestag zeigen – noch vor der Sommerpause.

 

 

Mehr zum Thema

Gesetzesvorschläge

Begrenzung der PID
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Regelung der PID
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Verbot der PID
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